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Ashitaka

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Ashitaka ist der junge Prinz des Emishi-Stammes und spielt die Hauptrolle in Prinzessin Mononoke. Er ist ein mutiger Krieger, der in den Konflikt zwischen Natur und Mensch verwickelt wird. Weil er von dem naturverbundenen Volk der Emishi stammt, versucht er sich nicht durch Furcht und Hass blenden zu lassen, sondern möchte sich einen klaren Geist bewahren. So antwortet er einmal auf Eboshis Frage was er will: Mit ungetrübtem Blick die Wahrheit sehen; Das will ich!

— Ashitaka

Ashitaka verlässt das DorfBearbeiten

→ Siehe Ashitakas Leben

Ashitaka wird bei der erfolgreichen Verteidigung seines Dorfes gegen den Angriff eines Dämons von einem tödlichen Fluch befallen. Aus diesem Grund bittet Hii-sama ihn nach der Sitzung des Ältestenrates das Dorf zu verlassen. Ashitaka schneidet sein Haar ab als Zeichen, dass er nicht mehr zu dem Stamm gehört - als Zeichen der Trauer. Was nicht heißen muss, dass das Dorf ihn verachtet. Nach dem Gesetz darf keiner ihn zum Abschied grüßen[2][3]. Trotzdem trifft Kaya ihn vor seiner Abreise und schenkt ihm das Amulett Gyoku no Kodachi als Zeichen ihrer Liebe und Zuneigung. Dann verlässt Ashitaka das Lager der Emishi zusammen mit seinem Reittier Jakkul und begibt sich auf einen langen Weg durch die Gebirgslandschaften Japans um nach Westen zu reisen wie es ihm von Hii-sama aufgetragen wurde. Nach einiger Zeit nähert er sich menschlichen Behausungen und wird zwischen Reisfeldern in einen kurzen Bogenkampf verwickelt, den er erfolgreich gewinnt. Bald darauf trifft Ashitaka in einem Dorf auf den Wanderer Jigo und unterhält sich mit ihm. Danach übernachten beide in einer kleinen Höhle, die er am Morgen unbemerkt verlässt.

Ashitakas ReiseBearbeiten

→ Siehe Shintouismus in Prinzessin Mononoke für weitere Details
Ashitaka unternimmt die Reise nach Westen, um ein Mittel gegen den Fluch zu finden. Jedoch dient die Reise auch der Selbsterlösung. Z.B. wird man für gute Taten im Jenseits belohnt.
Die Idee der Reise wurde von dem tibetischen Märchen Inu ni natta ouji (jp.) inspiriert. Der Prinz des Märchens ritt auf dem Jakkul, um den Goldenen Samen (jp. 金色の種) zu finden[4].

NameBearbeiten

Ashitakas Name ist die gekürzte Schreibweise des Donnergottes Ajisukitakahikone. Der Donnergott weinte als Kind sehr viel. Um ihn zu beruhigen, wurde er in einem Boot um ganz Japan herum geschwommen. Der Donnergott wird in der Präfektur Shimane verehrt.

BeziehungenBearbeiten

ElternBearbeiten

Über seine Eltern ist nichts bekannt. Vermutlich sind sie bereits verstorben, weil man sie im ganzen Film nicht sieht. Auch wurde seine Verbannung bis zum Filmende nicht aufgehoben. Denn laut der chinesischen Tradition kann die Verbannung durch die höchste Instanz aufgehoben werden. In dem Fall wäre Ashitakas Vater oder der Rat die höchste Instanz gewesen[5].

EboshiBearbeiten

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Auf Eboshi trifft Ashitaka zum ersten Mal bei seinem Eintreffen in ihrer Eisenhütte, nachdem er erfolgreich den Wald des Waldgottes durchquert hat. Stolz präsentiert sie ihm ihre Gewehre und erzählt ihm, dass sie es war, die mit diesen Waffen das Wildschwein Nago erschossen hat. Ashitaka ist beeindruckt davon wie sich Eboshi um ihre Leute kümmert und gleichzeitig schockiert über ihr skrupelloses Vorgehen. Er erzählt ihr wie Nago sich in einen Dämon verwandelt, sein Dorf angegriffen hat und dass er es war, der ihn tötete und nun selbst von dem Fluch vergiftet wurde. Als Eboshi ihn fragt, was er nun machen wolle, antwortet Ashitaka, dass er versuchen möchte mit klaren Augen die Wahrheit zu sehen, ohne vor Furcht und Hass blind zu handeln. Eboshi lacht nur und führt ihn durch ihren Garten.
Obwohl Ashitaka aus dem Wald der Tiergeister kam, die ihre Feinde sind, behandelt Eboshi Ashitaka jederzeit menschlich und zuvorkommend. Sie bietet ihm sogar einen Arbeitsplatz in der Eisenhütte an.

KayaBearbeiten

→ Siehe Kaya

SanBearbeiten

San, auch Prinzessin Mononoke genannt, wurde von den weißen Wölfen aufgezogen und steht den Menschen misstrauisch gegenüber. Als Ashitaka ihr das erste Mal begegnet, wirkt sie furchteinflößend und wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Doch anstelle sich zu fürchten, hält Ashitaka sie und die Wölfe für die alten Götter, die den Wald behausen. Während des Angriffes von San auf die Eisenhütte von Lady Eboshi, erkennt Ashitaka, dass er ihren Kampf beenden muss. Er rettet San unter Einsatz seines Lebens und bringt sie zu ihren Wölfen zurück. Als San wieder zu sich kommt, sieht sie in ihm zunächst einen Menschen und möchte ihn töten. Doch Ashitaka rührt an ihre eigene Menschlichkeit und sagt ihr, wie schön sie doch sei. Daraufhin bringt San es nicht mehr über ihr Herz den jungen Mann zu töten.
Stattdessen bringt sie Ashitaka zu dem geheimen See des Waldgottes und kümmert sich um ihn. Nachdem der Waldgott ihn geheilt hat, ist San bereit ihm zu helfen[6]. Obwohl sie sich immer noch mehr mit den Tiergeistern verbunden sieht, verbringt San viel Zeit mit dem Krieger und kämpft an seiner Seite. Beide entwickeln eine tiefe Verbundenheit. Trotzdem sagt San am Ende zu Ashitaka, dass sie den Menschen immer noch nicht verzeihen könne und daher weiterhin mit ihren Brüdern in dem Wald leben wird. Aber sie verspricht ihm das sie sich öfters sehen können.

GerechtigkeitssinnBearbeiten

Weil Ashitaka mit ungetrübten Augen die Wahrheit sehen möchte, kann er sich in dem Konflikt zwischen der Natur und der Menschenwelt nicht einfach nur auf eine Seite schlagen. Als Mensch kann er Eboshis Wunsch ihren Leuten ein besseres Leben aufzubauen gut nachvollziehen, bringt aber als Mitglied des Stammes der Emishi auch der Natur großen Respekt gegenüber. Weil er die Ursache der Auseinandersetzungen erkennt, versucht er furchtlos San und Eboshi von ihrem Kampf gegeneinander abzuhalten, weil er erkennt, dass der Hass der wahre Fluch ist, der bis zum Tode führen kann und den Teufelskreis der Gewalt nur weiter antreibt. Aus diesem Grund nutzt Ashitaka seine Kraft und Kampfkünste um sich selbst und andere zu beschützen und um für eine gute Sache einzustehen. Als Vermittler zwischen beiden Welten ist er bereit sein Leben aufs Spiel zu setzen.

KampfkunstBearbeiten

Ashitakas-shoot.gif

Ashitaka kämpft mit seinem Kurzschwert und einem Bogen. Er kann durch einen gezielten Schuss den Kopf oder zwei Arme eines Kriegers abschießen. Wegen seiner großen Kraft und weil er den Wald des Waldgottes durchquerte, halten ihn manche der Menschen zunächst für einen Dämon[7]. Seine Pfeile kann der junge Krieger auch während des Reitens abfeuern. Den beeindruckendsten Beleg für seine Kampfkünste sieht man gegen Ende des Films während der Verteidigung der Eisenhütte. Als ein berittener Samurai auf ihn schießt, fängt er den Pfeil ab und schießt ihn direkt auf den Samurai zurück, der tödlich getroffen wird.
Im Nahkampf benutzt Ashitaka sein Kurzschwert. Damit kann er sogar Rüstungen durchbohren. Seine Stärke ist ganzen zehn Männern gleich. Dies demonstriert er, als er den Kampf beendet und mit der bewusstlosen San die Eisenhütte verlässt. Er schafft es tatsächlich im Alleingang das schwere Tor zu öffnen. Verwundert lassen ihn die Menschen der Eisenhütte ziehen.
Seine übermenschliche Stärke erhielt er durch den Fluch in seinem rechten Arm. Der Fluch ist die Manifestierung des Hasses und verleiht ihm Stärke, aber verkürzt auch seine Lebensspanne.

GalerieBearbeiten

→ Siehe Weitere Bilder

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Princess Mononoke - Storyboard Collection 11 (『もののけ姫-スタジオジブリ絵コンテ全集<11>』), jp., Verlag Tokuma Shoten, 2002, ISBN: 9784198614751
  2. Dieses Ritual wurde in zahlreichen chinesischen Schriften berichtet
  3. Princess Mononoke, Animecomic (eng.), Band 1, Seite 45 f.
  4. 『「もののけ姫」はこうして生まれた。』 (jp.), Seite 45 f.
  5. Konfuzius Verbannung wurde durch den König von Lu aufgehoben. So konnte Konfuzius 484 v.Chr. nach Lu zurückkehren.
  6. Princess Mononoke, Animecomic (eng.), Band 2, Seite 124
  7. Princess Mononoke, Animecomic (eng.), Band 1, Seite 53 f.
The-red-turtle.jpg
Die rote Schildkröte“ ab 16.03.17 im Kino.

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