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Drachen sind Fabelwesen, die Eigenschaften von Reptilien, Vögeln und Raubtieren haben.

Aussehen Bearbeiten

Genki
HakuDra

Der Begriff Drache kommt aus dem Griechischen drakon, was starren bedeutet und als Bezeichnung für Drachen und Schlangen verwendet wurde. Daher werden schlangenartige Wesen in der antiken Mythologie auch als Drachen bezeichnet. Das heutige Drachenbild kommt aus dem Mittelalter und wurde von dem Gedicht Beowulf geprägt. Demnach haben sie eine schuppige Haut, ein Maul mit vielen Zähnen, Krallen an den Pfoten, zwei Fledermaus-Flügel und einen Schwanz und können Feuer speien. Das Aussehen kann je nach Erzählung stark variiere, wie bei den Wyvern. Zudem haben sie eine gespaltene Zunge, giftigen Atem und können Feuer spucken. Drachen können fliegen, schwimmen und kriechen[1].
In Asien haben Drachen keine Flügel, können aber in der Luft schweben. Sie haben meist vier Klauen. Die Anzahl der Klauen repräsentiert den Rang des Tieres. Auf dem Kopf tragen sie Reh-Hörner und einen Bart. Sie können kein Feuer spucken. Ein gutes Beispiel ist Ryuu aus Chihiros Reise ins Zauberland. In China nennt man den Drachen Long.

Drachen in Europa Bearbeiten

Die Mittelalter-Drachen leben in Höhlen oder in Schlössern. Sie bewachen Schätze oder halten eine Prinzessin gefangen. Sie sind furchteinflößend und töten jeden Ritter, der versucht, die Prinzessin zu retten oder den Schatz zu entwenden. Sie wurden als Ungeheuer des Satans betrachtet. Da die Drachen furchteinflößend starke Kreaturen waren, wurden sie als Herrschaftssymbole verwendet. Noch heute findet man sie auf Wappen und Fahnen. Drachen galten als gefährliche Kreaturen, die Menschen ständig angreifen und sie töten.
In der heutigen Zeit hat sich ihr schreckliches Bild gewandelt. In Fantasyromanen und -filmen wie z. B. Die Chroniken von Erdsee unterschieden sich die Drachenbilder sehr von denen im Mittelalter. So kann der kleine Drache Tabaluga das Herz der Kinder gewinnen.

Drachen in Asien Bearbeiten

Drachen werden als Herrschaftssymbol verwendet. So hat der chinesische König einen gelben Drachen mit 6 Beinen auf seinem Wappen. Die Götter halten sie sogar als Haustiere. Drachen beeinflussen die Natur. So können sie es regnen lassen, um den Menschen das Leben spendende Wasser zu schenken. Man sieht, dass Asiaten Drachen als Segen betrachten. Die schlangenartige Drachenform ist Flüssen nachempfunden. Es gibt für nahezu jeden Ort einen Drachen als Wächter. Wie z. B. im Film Chihiros Reise ins Zauberland ist Ryuu ein Flussgott, der Chihiros Leben rettet. Der Drachenmythos wurde durch buddhistische Mönche in Asien verbreitet. Noch heute gibt es in vielen asiatischen Ländern den Drachen als Sternzeichen. Gebäude werden an den Positionen des Drachen gebaut, wobei darauf geachtet wird, die Sicht des Drachen nicht zu versperren. Diese Praktik nennt man Feng Shui.

Metapher des Drachen in Asien Bearbeiten

Die Chinesen sehen sich als Kinder der Drachen. Der Drache mit 5 Klauen (Long) steht für den Kaiser von China. Der Drache mit 4 Klauen (Long oder Yong) steht für China oder Korea und der mit 3 Klauen (Ryuu) steht für Japan. Im antiken China glaubte man, je ferner die Drachen von China sind, umso weniger Klauen haben sie. In Japan ist dies analog umgekehrt: Je ferner die Drachen von Japan entfernt sind, umso mehr Klauen haben die Drachen[2].

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Hans Schöpf: Fabeltiere. S. 27–64; Lutz Röhrich: Drache, Drachenkampf, Drachentöter. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 3, de Gruyter, Berlin/New York 1981, ISBN 3-11-008201-2, S. 790; Sheila R. Canby: Drachen, S. 42–46. In: John Cherry: Fabeltiere. S. 36–37.
  2. http://www.asianartmall.com/dragonarticle.htm
Tonari.no.Totoro.600.502891
Darum sind Ghibli- filme faszinierend (=> Diskussion).