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Studio Ghibli ist bekannt für seine Anime-Werke wie z.B. Chihiros Reise ins Zauberland von Hayao Miyazaki. Auch Isao Takahata gehört zu den großen Regisseur des Studios. Sein letztes Werk ist Die Legende der Prinzessin Kaguya, das von Universum Anime in Deutschland auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht wird. Doch sein bekanntestes Werk ist Die letzten Glühwürmchen. Es ist eine Semi-Biografie, in der das schwere Leben in Japan nach dem 2. Weltkrieg zeigt.

Auch wenn das Studio plant keine weiteren Kinofilme zu produzieren, rückt Hayao ins Rampenlicht mit seiner Meinung zu Politik. Auch Isao Takahata macht seine Meinung in derjapanische Zeitung Kanagawa Shimbun kund. Im folgenden Artikel werden Zitate aus dem Japanischem ins Deutsche übersetzt.

Im Interview leitet Isao Takahata mit seinem Werk "Die letzten Glühwürmchen" ein und geht dann auf das Thema Selbstverteidigung ein. Im nächsten Abschnitt thematisiert er Abes Politik. Nun das Interview mit Isao Takahata:

VorkehrungenBearbeiten

"Die letzten Glühwürmchen" wird als Antikriegsfilm betrachtet. Antikriegsfilme sollten Kriege verhindern und beenden. In dieser Sicht erfüllt mein Film diese Aufgabe nicht, auch wenn es viele Leute überrascht. Unabhängig wie oft wir über die Erfahrung, angegriffen zu werden, diskutieren, wird es schwer sein den Krieg zu beenden. Warum? Wenn das Regierungshaupt als Nächstes einen Krieg beginnt, werden sie sagen: "Wir führen Krieg, um nicht in der Position zu sein." Krieg zur Selbstverteidigung[1]. Sie werden an eure Gefühle appellieren, um die Dringlichkeit des Gedanken zu wecken: "Wir wollen nicht, dass die Tragödie nochmal wiederholt wird."

Wir können sagen: "Selbst wenn wir in den Krieg ziehen, werden wir nicht umkommen. Wir sind klüger. Denn die Zeit hat sich vor 70 Jahren verändert."[2] Wirklich?! Haben wir uns weiterentwickelt, verglichen mit den Leuten während dem Krieg?! Ich traue den Politikern nicht, [wegen] ihren Verhalten, als Illusion des sicheren Nuklearstrom zerbrochen ist[3]. Folgen wir weiter unseren jetzigen Pfad, werden wir vielleicht den Punkt erreichen, an der wir aufgeben und sagen "Wofür das Ganze?". Es ist derselbe Weg, in der wir den Krieg[4] verloren haben.

BündniskriegBearbeiten

Es ist eben wegen Artikel 9 [der Verfassung], dass Japan niemand tötet, selbst wenn [Japan] im Krieg getötet wird. Es schränkt unsere Politik ein. Abes Politik besteht darin dies komplett umzukehren[5]. Des Weiteren holt er nicht die Meinung des Volkes, die Verfassung zu verändern, ein; er bestimmt diese Meinung[6]. Wir müssen nicht eine "normale" Nation werden. Wir sollten weiterhin eine einzigartige Nation bleiben. Wenn uns der Krieg ermöglicht wird, werden wir Krieg führen. Wenn das Kabinett für kollektive Selbstverteidigung entscheidet, ist Artikel 9 außer Kraft gesetzt. Stehen wir nicht vor dem schockiertesten Krise überhaupt?! Ich kenne es. Ich habe den Krieg[7] gesehen. Wichtig ist die Zeit vor dem Kriegsausbruch - JETZT. Wenn es begonnen hat, werden wir davon mitgerissen. Wir müssen voll auf die Bremse steigen, nicht nur bisschen. Das ist was Artikel 9 tut.

SolidaritätBearbeiten

[Im 2. Weltkrieg] hat es viele Leute gegeben, die gegen den Strom laufen, aber die meisten von uns marschierten mit dem Laternenzug; salutierend für den Sieg. Staatsbürger würden andere Staatsbürger, die nicht derselben Meinung sind, als unpatriotisch bezeichnen. Junge Menschen rufen "Solidarität" aus[8]. Wenn ich das höre, verzweifle ich. Wir Japaner haben uns überhaupt nicht verändert. Mit unseren Nachbarn zu verhandeln ist in Ordnung, aber "Solidarität" heißt nicht verhandeln, sondern vereinbaren. Mitlaufen wird zu absolute Norm. […] Seit alter Zeit hat diese Einstellung Japan in den Sumpf des Krieges geführt. Ich nenne es gleitende Einstellung, wenn ich "Solidarität" höre. Gerade jetzt spüre ich nur Risiken.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Auch Provisionskrieg genannt. Man greift den Gegner an, bevor dieser angreifen kann.
  2. Hier bezieht sich Isao Takahata auf den 2. Weltkrieg
  3. Bezug auf den Nuklear-Gau im März 2011
  4. 2. Weltkrieg ist hier gemeint
  5. Shinzou Abe will die japanische Verfassung neudeuten, dass man Verbündete militärisch unterstützen soll und auch Japaner im Ausland zur Hilfe eilt (auch wenn dabei militärische Mittel eingesetzt werden soll).
  6. Hier ist gemeint, dass er die Meinung anderer völlig ignoriert und sich die Meinung passend macht/interpretiert.
  7. Gemeint ist hier der 2. Weltkrieg
  8. Solidarität: Wörtliche Übersetzung ist "die Luft lesen". Es bezeichnet die gegenwärtige Lage zu bewerten und entsprechend zu handeln. Der Spruch wird oft in Zusammenhang für zwischenmenschliche Beziehung gebraucht

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