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Laputa ist eine Inselstadt aus dem namensgebenden Film Das Schloss im Himmel von Hayao Miyazaki aus Studio Ghibli.

Durch das Lautsystem des Japanischen wird sie zuweilen auch Raputa genannt.

Existenz Bearbeiten

Lange war die Existenz von Laputa ein Mythos, weil sie im fiktiven Werk Gullivers Reisen erwähnt wurde. Auch konnte niemand sich vorstellen, dass es wirklich eine hochentwickelte Kultur gegeben hat, die ganze Städte in den Himmel heben konnte.

Ebenso schwiegen die Familien, die einst in Laputa gelebt hatten. So wusste Sheeta nichts von der Existenz, wenn Pazu und Muska ihr nicht davon erzählt hätten. Pazus Vater hat persönlich Laputa gesehen und fotografiert. Doch niemand wollte ihm glauben, weil die Handlung des Buches Gullivers Reisen lediglich fiktiv ist. Muska hingegen wusste von diesem Ort und wartete darauf, einen Beweis zu finden. Diesen lieferte ein Kampfroboter, der vom Himmel fiel.

Entstehung Bearbeiten

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Die Laputaner waren eine hochentwickelte Zivilisation.

Es waren einmal Menschen gewesen, die auf dem Land ihr Acker mit Vieh bestellten. Sie strebten danach, wie Vögel am Himmel zu kreisen. So bauten sie viele verschiedene Flugmaschinen. Die einen hatten Erfolg, die anderen weniger. Dann kam die Industrialisierung und sie gruben in die Erde. Sie gruben tiefer und tiefer als die Menschen, die es heute täten. Denn sie wollten weder Eisen noch Zinn, sondern Holozit bergen.

Die Flugmaschinen, die von Holozit angetrieben wurden, konnten viel größer gebaut werden als die bisherigen ihrer Art. Schließlich nahmen sie die Größe einer Stadt an. Doch die Göttin des Windes blies unablässlich seit Urzeiten. So kam es, wie es kommen musste, die schwebenden Inselstädte stürzten ab und die Menschen gaben den Traum auf, sich in die Lüfte zu schwingen.

Doch der Traum vom Fliegen lebte in den Menschen weiter - eine Inselstadt blieb erhalten: Laputa.

Landeplatz Bearbeiten

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Die Höhle des Drachen.

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Drachenblitze weisen den Weg.

Laputa schwebt im Himmel und bewegt sich nicht fort, was für eine Inselstadt eher unüblich ist. Um die Inselstadt zu finden, wird Sheetas Flugstein benötigt. Nachdem sie die „Zauberformel“ spricht, leuchtet der Stein auf und zeigt ihr mit einem Lichtstrahl Laputas Aufenthaltsort.

Die schwebende Insel liegt in einem Wolkengebilde, welches auch als Höhle des Drachen (jap. 龍の巣, ryuu no su) bekannt ist. Die Wolkenmassen ziehen nahefliegende Flugmaschinen zu sich heran. Ist die Maschine nah genug am Gewirbel, zucken Blitze in Form von Drachen um die Maschine und bilden dann Säulen, um den Weg zur Landeplattform zu weisen.

Pazu meint zu Sheeta, nachdem sie gelandet sind, dass man Laputa nur mit dem Flugstein erreichen kann. Dies erklärt jedoch nicht, wie Pazus Vater nach Laputa gelangen konnte. Vielleicht hatte er ebenfalls einen eigenen Flugstein bei sich, welcher im Film nie zu sehen war.

Orte Bearbeiten

Zentrum Bearbeiten

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Die Grabmäler werden geplündert.

Laputa-garten

Im Gewächshaus ist es reich an Vegetation.

Im Zentrum der Insel befindet sich ein Baum (jap. 大樹, taiju) in einem Gewächshaus. Die Krone des Baumes ragt über das Gewächshaus, das aus weißen runden Gebäuden besteht, hinaus. An dem Baum lehnen sich moosbedeckte Kampfroboter, die anscheinend defekt sind, laut Sheetas Aussage.

Am Baum sind zwei Tafeln mit einer Keilschrift angebracht. Eines davon ist am Baum aufgehängt und das andere ist auf dem Boden. Da auf der Tafel Blumen liegen, scheint es ein Grabmal zu sein. Einige Schritte vom Baum entfernt ist es reich an Vegetation und bildet so ein Kontrast zu den regungslosen Robotern. Hier wachsen hohe Bäume, in der zwitschernde Vögel ihr Nest bauen. Auch befinden sich hier Gräber, die von Muoros Leuten geplündert werden.

KuppelBearbeiten

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Die Kuppel wird zerstört.

Muska Flugstein

Das Kristall.

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Die Eingangshalle mit den Würfeln.

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Die Kanone wird abgefuert.

Unterhalb des Baumes ist die Kuppel, die seine Wurzeln bedecken. Dort befindet sich das Holozit-Kristall (jap. 黒い石, kuro ishi), welches Laputa in die Höhe hebt. Der Kristall steht in einem Teich, welcher von den Wurzeln des Baumes durchzogen ist. Am Kristall ist eine Tafel mit einer Keilschrift. Muska fährt mit Sheetas Flugstein über die Tafel und konnte so die einzelne Module ansteuern.

So konnte er beispielsweise Muoro und seine Männer in die Aussichtsplattform locken und die Kanone Pfeil des Indra aus dem Ramayana zur Machtdemonstration abfeuern. Dazu lässt er Stacheln aus der Kuppel ausfahren. Die Kanonenkugel, welches durch Elektrizität erzeugt wurde, prallt auf das Meer und hinterlässt einen Atompilz. Laut Muskas Aussagen hat die Kanone Sodom und Gomorra zerstört. Ramayana ist ein indischer Nationalepos. Indra ist ein hinduistische Gottheit.

In der Steuerzentrale kann Muska die Roboter kontrollieren, seine Stimme durch Lautsprecher in ganz Laputa hallen lassen und ein Hologramm von sich erscheinen lassen. Da Muska die einzelne Module ansteuern kann, konnte er den Boden der Aussichtsplattform auflösen und so die Soldaten in die Tiefe stürzen lassen. Die Kuppel ist mit dunklen Gängen durchzogen, dessen Wände geradlinig gehauen wurden. Teilweise werden sie von Robotern bewacht. Nicht weit vom Holozit-Kristall liegt das Krönungssaal.

Um in die Kuppel zu gelangen, wird Sheetas Flugstein benötigt. Der Eingang ist am Ring der Insel. Muska tastet nach dem Königsemblem und fährt mit dem Flugstein drüber. Wie von Zauberhand lichtet sich die Einfahrt in die Kuppel. Zwischen dem Eingang und dem Kristall ist ein Raum mit schwebenden Würfeln. Laut Muska müssen seine Agenten im Raum der Würfel verbleiben, weil nur Mitglieder der Königsfamilie den Ort betreten können. Jedoch konnte Pazu ohne Muskas Wissen sich durch die Kuppel bewegen.

GartenanlageBearbeiten

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Der Blick in den Teich

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Überall Teiche, die miteinander verbunden sind.

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Vieräugige Biber und Libellen.

Außerhalb des Zentrums an der Oberfläche ist eine riesige Gartenanlage, die von Roboter gepflegt werden. Hier herrscht eine reiche Vegetation, auch wenn die Gräser und Teiche ihren festen Platz haben.

Denn hier leben Vögel, Fuchshörnchen, vieräugige Biber, Mehrflügelige Libellen und die Urzeitfische Dunkleosteus. Letztere lebt in Teichen, dessen kleinen Rahmen rechteckig oder rund sind. Alle Teiche sind durch einen unterirdischen See miteinander verbunden. Durch den Blick in den See vom Teichrand aus, ist die Tiefe des Sees nicht zu erblicken. Im See befinden sich Behausungen der Menschen.

Die gepflasterten Wege, Treppen und Säulen weisen den Weg zu den Landeplattformen.

AußenringBearbeiten

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Der Außenring.

Laputa-landeplattform

Landemöglichkeiten.

Der Außenring besteht aus Säulen, Mauern, Brücken und Treppen. Sie dient dazu, dass auf Laputa gelandet werden können. Kleine Flugmaschienen können auf Säulen landen, während größere Maschinen an der Mauer anlegen. Wird auf Laputa gelandet, werden die Gäste für gewöhnlich von einem Roboter begrüßt.

Der Außenring und die Kuppel dienen dazu, dass Laputa nicht in den Weltall schwebt.

SelbstzerstörungBearbeiten

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Laputa schwebt ins Weltall.

Nachdem Sheeta und Pazu die Vernichtungsformel ausgesprochen haben, zerfallen die Kuppel und der Außenring. Auch die Kampfroboter, die nicht für die Pflege Laputas zuständig sind, werden deaktiviert und fallen auseinander. Der Holozit-Kristall fliegt zum Baum im Zentrum empor. Laputa verliert an Gewicht und schwebt in Richtung Weltall.

Aus offizieller Seite wurde im japanischen Fernsehen nachträglich erwähnt, um das Gewissen der Kinder zu beruhigen, dass Laputa nicht im Weltall ist, sondern noch in einer Himmelsphäre ist, wo die Fuchshörnchen noch überleben können.

KulturBearbeiten

Die damalige Bevölkerung Laputas war technologisch auf einem hohen Stand. So schafften sie es etwa, intelligente Roboter zu bauen, die zudem noch fliegen konnten. Auch an Waffen mangelte es den Robotern nicht. Anscheinend stand die Bewohner in einem Krieg, sonst würden sie nicht eine Kanone an Laputa anbringen.

Des Weiteren waren die Bewohner in der Lage, Holozit weiterzuverarbeiten und daraus flugfähiges Material schuf. Mithilfe eines großen Kristalles wurde erreicht, dass eine Inselstadt in die Luft gehoben werden kann. Arm dürfte die Bevölkerung auch nicht gewesen sein, da die Insel Kammern voller Schätze beherbergte.

Auf Laputa herrschte anscheinend eine Monarchie, da es eine Königsfamilie gab, deren Nachfahren Muska und Sheeta sind. Während Muskas Familie das Wissen über Laputa seit 700 Jahren aufbewahrt, hat Sheetas Familie den besagten Ort vergessen. Sie gaben lediglich den Flugstein und Aktivierungscodes weiter. Das Symbol der Königsfamilie:

Als Sheeta und Pazu die Insel erreichten, trafen sie nur noch auf einen einzigen Roboter, der sich anscheinend um alles kümmerte. Außerdem leben noch viele Tiere dort. Es leben dort keine Menschen mehr. Offenbar wurde der Untergang der Laputa-Zivilisation durch von Menschen gemachte Katastrophe verursacht, wie es in Platons Erzählung über Atlantis geschah[1].

SpracheBearbeiten

Schloss-im-himmel-muskas-notizen

Muskas Notizen zeigt, dass ein Zeichen ein Wort oder einen Satz bedeuten kann.

Die Sprache der Laputaner wird gesprochen und geschrieben. Die Schrift ist eine Keilschrift. Ein Zeichen besteht aus senkrechten, waagerechten und diagonalen Kerben. Ein Zeichen kann ein Wort oder ein Satz bedeuten.

Im Film kommen folgende Sätze vor: Aktivierung von Sheetas Flugstein

  • rite ratuba rita urus area rosunaru netoriru
  • Hilf uns, das Heilige Licht aus den Urzeiten des Himmels wieder zu erwecken

Sheetas vollständiger Name

  • Lucita Toelle Ur Laputa
  • Lucita, die wahrhaftige Königin Laputas
    • Ur bedeutet König oder Königin
    • Toelle bedeutet wahrhaftig

Muskas vollständiger Name

  • Romusca Palo Ur Laputa
  • Romusca, der (palo) König Laputas

Muska hat Sheetas Namen übersetzt, aber nie seinen eigenen Namen.

KönigswappenBearbeiten

Necklace

Der Flugstein.

Das Königswappen ist zum ersten Mal auf Sheetas Flugstein zu sehen. Später taucht das Wappen im Film wieder auf, um Handlungselemente zu markieren (und damit Muska den Weg zur Kommandozentrale findet). So taucht das Wappen auf einem Kampfroboter, der in der Festung Tedis gelagert wurde. Auf der Stadtinsel entdeckte Muska den Eingang zur Kuppel, indem er an einer Wand nach dem Wappen abtastete und dann mit dem Flugstein davor hält.

GalerieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. FAQ zu Laputa
Tonari.no.Totoro.600.502891
Darum sind Ghibli- filme faszinierend (=> Diskussion).