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Osa

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Osa lebt in der Eisenhütte und stellt Gewehre für Eboshi her. Da er an Lepra leidet, wurde er von seinem Dorf ausgestoßen. Sein Gesicht ist ständig verhüllt.

Verhältnis zu EboshiBearbeiten

Der Lepra-FluchBearbeiten

Da Osa erkrankt ist, hat er ein schweres Leben. Denn er kann sich kaum bewegen und sprechen. Weder seine Verwandten noch Blutsverwandten können es sich leisten, sich um den kranken Osa zu kümmern. Daher würden sie ihn dem Tod überlassen.

Ohne die Unterstützung seiner Verwandten kommt eine weitere Last hinzu: Die Menschen in seinem Dorf glauben, dass er verflucht ist. Sie stoßen Osa aus dem Dorf[1]. Da niemand sich um Osa kümmert und da es keine gute medizinische Versorgung gibt, ist er dem Tod ausgeliefert.

Osas Symptome ähneln denen eines Lepra-Erkrankten: verunstaltete Gliedmaße, Hautaussatz (daher der Verband), Lähmung und Husten. Lepra war in 13.Jhd. eine weitverbreitete Krankheit. Auf dem Lepra-Welttag am 31.01.2016 bestätigt Hayao Miyazaki, dass Osas Krankheit mit der eines Lepra-Erkrankten zu vergleichen ist[2]. Hayao erkennt, wie grausam das Leben ist: Die Kranken wollen nicht sterben, aber sie können nicht geheilt werden. Daher bezeichnet er sie als Goubyou (ごうびょう), was Unheilbare bedeutet.

Eboshi, die LebensretterinBearbeiten

Eboshi nimmt ihn auf, als sie ihn eines Tages am Boden liegend findet. Osa ist ihr dafür sehr dankbar. Jedoch kann er sich kaum bewegen, geschweigedenn sprechen. Trotzdem verspürt er den starken Wunsch für Eboshi zu arbeiten und sie mit Worten zu verteidigen, wie das Gespräch mit Ashitaka zeigt.

Dialog mit AshitakaBearbeiten

Ashitaka wird wütend, weil Eboshi den Wald roden will, um ein blühendes Reich zu aufzubauen. Sein verfluchter Arm greift nach dem Schwert, um Eboshi niederzustrecken.

Osa bittet ihn sein Schwert nicht gegen Eboshi zu erheben, weil sie eine gnädige Frau sei, die sich weder von Seuchen noch Aberglauben davon abhalten lasse Menschen zu helfen. Er fügt hinzu, dass sich Eboshi damals als Einzige um ihn kümmerte, während andere ihn verachteten. Ashitaka gewinnt wieder die Kontrolle über seinen verfluchten Arm zurück und steckte sein Schwert wieder ein.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. In der 37. bis 42.Minute sind Eboshi und Asitaka im Waffenproduktionslager. Da sagt Osa, dass er denselben Fluch wie Ashitaka erlitten hat. Damit meint er nicht die Krankheit, sondern den Ausschluss aus der Gesellschaft. Früher war es üblich kranke Menschen auszuschließen, um die übrigen Bewohnern nicht anzustecken. Auch wird die Lepra als Fluch angesehen.
  2. 宮崎駿監督、生への思い 「もののけ姫」ハンセン病患者, abgerufen 04.02.2016 via Ghibliworld (dt.)
The-red-turtle.jpg
Die rote Schildkröte“ ab 16.03.17 im Kino.


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